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Mär 03
2010
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Ein Reisebericht über eines der Snowkite Mekkas in Norwegen "Haugastol"
1. Anreise
Ryanair war wie immer überpünktlich allerdings war es Gepäckmäßig schon nicht einfach das Gewichtslimit einzuhalten, aber mit ein wenig umpacken und Fuß unter der Waage beim Einchecken ging es dannJ Bis auf Micha sind wir alle mit 2 Kites unterwegs gewesen. Micha hat es bevorzugt mit 4 Kites zu reisen….. aber auch ihn haben wir durch gekriegt. Bei der Ankunft waren dann keine Nissan Micras zur Verfügung so daß wir upgegradet wurden und einen Volvo V50 sowie einen Toyota Hiace ( Lieferwagen ähnlich wie VW Bus) zur Verfügung hatten. Der Bus war natürlich genial da damit alle Transportprobleme gelöst waren und wir zusätzlich im kalten Sturm auf dem Hadangervidar einen schönen Aufenthaltsraum für die Mittagspause zur Verfügung hatten. Von Oslo Torp ging es dann fast 5 Stunden durch Schneefall und geschlossene Schneedecke über Landstraße nach Haugastol….. War eine sportliche Fahrt. Vor allem mit Heckantrieb und kaum Gewicht auf der Hinterachse…..
2. Unterkunft
Das Hotel ist echt nett und unser Appartment über 2 Ebenen mit Blick über den See und aufgehender Sonne war sein Geld wert. Das Beste jedoch war das Essen. Es ist wirklich super lecker gewesen, außerdem ist es dort normal das man sich für Mittags beim Frühstück dicke Stullen schmiert da es an den Kitespots keinerlei Infrastruktur gibt….. Man kann dort quasi kein Geld ausgeben J Es gibt 2 Windstationen welche man ständig abfragen kann und Internet steht kostenlos zur Verfügung. Unter der Woche waren wir fast alleine, nur am Wochenende war es voll für norwegische Verhältnisse.
3. Der Wind
Was soll ich sagen. Wir hatten 6 Tage zur Verfügung und waren 6 Tage Kiten. Wir hatten Wind von 8knt bis um die 25knts mit Sonne ohne Sonne, mit Schneefall. Ich glaube wir hatten fast jede denkbare Wetterkonstellation. Bis auf den 2ten Tag war der Wind immer super gleichmäßig. Für mich der geilste Wind den ich jemals auf dem Festland erleben durfte. Weiss nicht ob es Zufall war. Auf jeden Fall war es super genial…..
4. Der Schnee
Tja was soll ich sagen. Jeden Tag ein anderer Spot, immer die ersten die den jungfräulichen Tiefschnee rocken durften. Die Schneeverhältnisse waren der Hammer. Es hat öfters Nachts geschneit und bei im Durchschnitt ca. -15Grad, brauche ich über die Qualität des Schnees nichts zu sagen. Einfach nur Mega, obwohl es für norwegische Verhältnisse dieses Jahr extrem wenig Schnee hat. Aktuell ca. 1m. normal sind so 5 -7m……..
5. Die Spots
Wie oben bereits erwähnt, jeden Tag ein anderer und eigentlich immer die einzigen dort. Man findet alles was man braucht, topfebene Seen, Hügel zum Springen und Berghänge zum hochfahren. Das perfekte Trainingsgebiet und dank unseres Busses hatten wir auch einen angenehmen „Pausenraum“ Beim nächsten Mal werde ich auf jeden Fall ein GPS mitnehmen um richtig Backcountry zu gehen. Man traut sich nicht so richtig da wir erleben durften wie mit einem Schlag die Sicht weg war und es tierisch anfing zu schneien. Wenn man da weiter weg ist hat man keine Chance mehr die Straße zu finden und es gibt auf 8000qkm nur eine…… Die Dimensionen sprengen alles was ich (wir) bisher gesehen haben.
6. Das Team und seine Lernziele
Rüdiger, unser Anfänger hat gelernt sein Material zu beherrschen und ist am vorletzten Tag schon ganz schön flott auf dem Board unterwegs gewesen.
Micha hat seine ersten Hangsegelaktionen gestanden und ist der angehende König des Kiteloops….
Jo fährt jetzt auch sehr gerne Berg auf, nachdem wir ihm versprechen mussten das wir ihn da oben nicht zurück lassen.
Meine Wenigkeit hat es genossen in dem geilen Tiefschnee und den Hügeln herum zu kiten. Ich glaube ich werde zum Backcountryfreak. Man kann da so Touren zu den Wanderhütten auf dem Hangervidar mit dem Kite machen…….
7. Kosten
Alles in allem hat die Woche 1000 € / Person gekostet, aber wirklich mit allem (Sprit, Unterkunft, Essen, Auto, Taschengeld, usw. usw…..). Das kann man auch noch ein wenig günstiger gestalten aber wir sind auch keine 20 mehr und stehen auf 4Bettzimmer….. Für mich war es das Geld absolut wert….
8. Resumee
Für mich das geilste was ich bisher Snowkitetechnisch erleben durfte. Kann eigentlich nur noch durch die Kitebesteigung eines Berges in den Alpen getoppt werden. Super auch das wir 2 Autos hatten, das entspannt doch die ganze Situation sehr. Ich war dort nicht zum letzten Mal und ich glaube sagen zu können das es den anderen auch sehr gut gefallen hat. Wir sollten demnächst einen Kiterstammtisch einberufen und dann können wir ja mal ein paar Bilder und Videos zeigen, als Vorbereitung für nächstes Jahr.
Vielen Dank für den interessanten Bericht an Markus, der mit seinem "neuen" Aboard richtig Spass hatte...

