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Jan 25
2010
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Australientrip KW4 (18.01-24.01.2010)Posted by: Benny on Jan 25, 2010 Tagged in: Björn in Australia
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Weit in den Wäldern des Süden von Westernaustralien liegen die brühmten Gianttrees. Die wollten wir natürlich sehen. Die zwei größten Bäume kann man sogar ersteigen. Grace und Micha haben sich vor Angst fast in die Hosen gemacht, doch sie haben ihre Angst überwunden. Ganz ohne Sicherung und nur an Sprossen sind wir bis auf die Spitzen des Gloucestertrees (61m) und des Binnenceltrees (75m) geklettert. Oben angekommen wurden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Wir waren über allen anderen Baumspitzen und rings um uns war nur Wald, so weit das Auge reicht. Ganz hungrig von der Kletterei haben wir unsere Lunchpause gleich noch auf dem Parkplatz gehabt. Wir freuten uns über die vielen bunten Papageien die sich um uns scharten, doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Als ich herzlich in mein Sandwich beisen wollte, attackierte mich einer der Papageien. Also musste ich mein Sandwich mit meinem Körper vor dem scheiß Vogel beschützen. Auch die anderen wurden durch ständiges herum flattern bedrängt und wir haben hastig alles Essen weg gepackt. Die Papageien verloren das Interesse an uns. Wir hatten die ganze Woche bewölktes Wetter, kein Wind, keine Sonne und etwas kühl.
Doch am Dienstag erwischte es uns dicke. Wir campten an einem einsamen Spot, direkt auf den Klippen. Unter uns brachen die Wellen tosend an den Felsen und rechts von uns ein Kilometer langer Strand. In der Nacht dann erwischte uns eine heftige Sturmfront. Das Auto wurde von den Böen durchgeschüttelt und der Regen krachte waagrecht gegen die Scheiben. Für Grace und mich
nicht weiter schlimm, doch Micha in ihrem Zeltchen.... In einer kurzen Regenpause kam sie dann zu uns ins Auto. Frierend und nass. Wir lagen bis zum Mittag zu dritt eingequetscht im Auto, dann hörte es auf zu regnen und zu winden. In Michas Zelt hatte sich eine große Pfütze gebildet und all ihre Sachen waren feucht oder triefend. Um zurück in die nächsten Stadt zukommen mussten wir einem aufgeweichten mit vom Regen schweren Ästen verhangenen Pfad folgen. Als wir dann aus dem Wald heraus kamen, sah ich einen Emu wenige Meter vor uns auf der Sandpiste. Er rannte vor uns weg und war nach der nächsten Kurve verschwunden, also gab ich Gas und wir verfolgten den Emu über 5 Kilometer. Besonders schlau sind die Emus nicht, er rannte die ganze Zeit auf der Piste vor unserm Auto her. Jedoch war er verdammt schnell, bis zu 35km/h. Heftig durchgeschüttelt und unter lautem Gekreische der Mädels blieben wir an ihm dran, ließen uns nicht von Schlaglöchern oder Bodenwellen aufhalten. Als ob der Emu gewusst hatte wo er hin wollte, bog er plötzlich scharf rechts ab un verschwand auf einem schmalen Trampelpfad im Busch.
In Nornalup wollten wir unbedingt an die Mündung des Nornalup-Inlets, eine riesige Öffnung
die den Ozean und die dahinterliegende Seenlandschaft verbindet. Doch kommt man dort nur mit dem Boot hin, oder man fährt mit dem 4WD beschwerlich durch die Dünen und dann weitere 10km
am Strand. Uns wurde jedoch gleich davon abgeraten, da es sehr schwer und gefährlich sein soll die Stecke zu fahren, und man doch sehr wissen muss was man tut. Kein Problem für uns..... dachten wir. Als wir dann am Strand angekommen sind merkten wir bald, dass der Wasserstand zu hoch war um am Strand zu fahren. Wir sind nicht einmal vom Strand runter gekommen, an der ersten Düne blieben wir hängen, da der Sand tief war und wir immer wieder eingesunken sind. Also campten wir auf einer kleinen Anhöhe am Strand, dort waren wir auch vor dem steigenden Wasser in Sicherheit. Am nächsten Morgen versuchten wir unser Glück dann nochmal am Strand. Nach ca. 10min Fahrt blieben wir an einer Schräge hängen. Bei den Versuchen vor oder rückwärts zufahren, rutschte unser Auto immer weiter in Richtung Wasser. Ich habe dann doch recht schnell Panik bekommen, denn nach wenigen Versuchen umspülte die ein oder andere Welle schon unsere Reifen. Wir versuchten dann mit erhöhtem Zeitdruck, Fußmatten unter zulegen, jedoch nur mit mäßigem Erfolg.
Micha hatte dann die rettende Idee: Wir solten ihre Isomatte benutzen um länger Gripp zubekommen. Also schnitt ich sie in zwei Hälften und wir unterlegten die Vorderreifen, dadurch schafften wir es vom Wasser weg. Wir hatten jedoch noch einige Mühe bis wir das Auto wieder frei hatten, freigraben, unterlegen, fahren und schieben. Und nochmal und nochmal...... Wir benötigten zwei Stunden bis wir wieder am Ausgangspunkt waren. Dann mussten wir uns noch immer die Düne hochkämpfen. Wir hatten es mit der gleichen Methode, wie zuvor am Strand, bis zur Hälfte geschafft. Dann kamen uns zwei Geländewagen entgegen. Wir waren heilfroh um Hilfe. Die Aussies haben uns den Tipp gegeben noch mehr Luft aus den Reifen zulassen. Uns wurde gesagt, dass der Minimumreifendruck bei 20psi liegt, unsere Helfer jedoch sagten sie fahren bei diesem weichen Sand mit nur 10psi in den Reifen. Und siehe da ohne die geringsten Schwierigkeiten fuhren wir die Düne hoch. Man muss nur wissen WIE!!!!

