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Mär 08
2010
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Nachdem wir Exmouth hinter uns gelassen haben, machten wir uns auf den direkten Weg nach Tom Price und den Karijini NP. Kaum verlässt man die Küste, wird die Hitze fast unerträglich und tausende Fliegen quälen einen. Die fliegen und krabbeln einem überall hin, Ohren, Augen und Nase
und lassen sich nur schwer verscheuchen. Wir verbrachten den ersten Abend an den Fortescue Falls, einfach nur göttlich, sich nach einem heißen, verschwitzen Tag im Auto abzukühlen. Die Nacht verbrachten wir auf einem Campground im NP und konnten die Dingos um unser Camp schleichen sehen und bei Dunkelheit heulen hören. Etwas beängstigend. Am nächsten Morgen machten wir uns auf, die Schluchten zu erkunden. Erst steigt man 100 Meter ab und dann muss man über Felsen klettern, Wasserfälle runter klettern und durch Pools waten bzw. schwimmen.
Nach einer Biegung standen wir plötzlich vor einem Wasserfall und es führte kein Weg weiter.
Also gab es nur zwei Möglichkeiten, umdrehen und zurücklaufen oder springen. Ich entschloss mich für Zweiteres. Ich erkundete die nächsten Pools und stand dann vor einem Abgrund der nochmal 100 Meter in die Tiefe ging. Einfach atemberaubend! Doch da war dann Schluss für mich, für ein Weiterkommen hätte ich mich abseilen müssen. Ich fand dann einen Weg über eine Steilwand zu den Mädels zurück. Und dann beschlossen die drei sich das ganze auch anzuschauen. Sie überwanden sich und sprangen ebenfalls den Wasserfall runter. Damit waren sie mächtig stolz auf sich selbst. Am späten Nachmittag wollten wir dann noch zu einem weitern Gorge. Doch plötzlich platze uns einer der Hinterreifen. Also kaputtes Rad runter und Ersatzrad drauf, wir wollten schließlich noch vor Sonnenuntergang dort sein, und bei Nacht dann weiter Richtung Port Hedland. Zwei Kilometer vor dem Gorge stotterte der Motor und ich stoppte. Er wollte einfach nicht mehr anspringen. Also Auto von der Straße geschoben und auf Fehlersuche gegangen. Dann kamen noch drei Minenarbeiter vorbei und wollten sich eigentlich nur schnell noch eine Abkühlung zum Feierabend verschaffen. Auch sie machten sich auf Fehlersuche, konnten aber auch nichts finden. Letztendlich beschlossen wir, dass wir nichts machen konnten. Also haben uns die drei Jungs mit zum Gorge genommen und wir kamen doch noch zu unserer Abkühlung. In der Nacht versuchte ich dann Hilfe beim deutschen ADAC zu bekommen, doch dort teilte man mir mit, ich sei in Australien nicht versichert. Also mussten wir bis zum nächsten Morgen warten, damit ich den australischen Automobilclub anrufen konnte. Dort sagte man mir dass es uns für 80km abschleppen 654$ kosten würde. Ich lehnte dankend ab. Wir hatten Wasser für einen weiteren Tag und sagten uns wir bleiben solange hier bis uns ein anderes Auto in die Stadt mitnehmen oder abschleppen konnte.
Kaum hatten wir eine Plane zum Schatten spenden abgespannt, kam schon das erste Auto.
Das einheimische Paar schleppte uns dann die 80km , umsonst, zur nächsten Werkstatt und blieb bei uns bis wir wussten was kaputt ist. Benzinpumpe. Dann schleppten sie uns zum nächsten Campingplatz, und luden uns für Sonntag zum Abendessen ein. Wieder ein Paradebeispiel an Hilfsbereitschaft! Der Mechaniker kann die neue Pumpe erst am Montag bestellen, kommt dann erst von Perth am Dienstag an. Wir stecken jetzt hier auf dem Campingplatz fest, und alle Sehenswürdigkeiten sind zu weit weg zum laufen und eine Busverbindung gibt es hier auch nicht.
Langweilig!
Um Geld zu sparen wollte ich die defekte Pumpe schon mal ausbauen. War gar nicht so einfach, ich musste das komplette Bett ausbauen und die ganze Innenverkleidung abnehmen. Dabei kam so einiger versteckter Dreck zum Vorschein und Grace hatte ne Menge zum Putzen. Als ich die Pumpe dann endlich draußen hatte, entdeckte ich dass nur ein Kontakt gebrochen war. Mit wenigen Handgriffen war die Pumpe geflickt und BOB schnurrte wieder wie ein Kätzchen.
Dann wurden wir noch von unseren Abschlepphelfern zum Chinesen ausgeführt und genossen das tolle Essen.
Alles in Allem hatten wir wieder mal riesen Glück!

